Ich bin wieder da.
Als ob mich etwas einhüllt, sich etwas um mich legt.
Als ob ich selbst mich um mich lege, mich beruhige.
Mein Herz läutet. Ich läute es, wie man Kirchenglocken läutet zum Kriegsende.
Es ist ein Ganzes, ein aus Licht gemachtes ganzes Marokkorisotto. Ein Schweben im Licht, nein, nur das Herz schwebt. Da im Brustraum, es ist leichter geworden. Ich spüre es so deutlich. Dass ich ein Herz habe.
Jetzt scheint mir, dass ich Mutter bin. Umgeben von Müttern und Vätern, gebettet zwischen Onkel und Vettern, verstaut inmitten von Babies und Schwägern. Die Umhüllung besteht aus Leibern. Es leibt sich hier einfacher. Alle diese Körper, die draußen wandern, riechen und glühen. Leiber von Tieren auch. Der warme träge Leib der Hitze.
Die Hitze kleidet mich aus und dörrt mich, lässt mir nur die Knochen und das feuchte Fleisch. Eine klebrige süße Dichte.
Und mein neu entdecktes Herz klopft. Mein neu erfundenes Blut strömt durch meine engen Adern. Sie weiten sich in der schweren Wärme. Sie gleiten durch mein Fleisch, sie kriechen durch meinen Balg und tragen das warme Blut bis in die hintersten Winkel meiner Seele.
Da bin ich wieder, im Morgenland, aus dem Abendland. Im Wüstenland, im Land der alten Taxis, im Dirhamland, im Lammfleischland, im Moscheenland aus dem Kirchenland, im warmen Farbenland, im Land der geheimen Sprachen, im Vaterland aus dem Mutterland, im Schwalbenland, im Binnenland. Aus dem Außenland, aus dem Ausland. Und es scheint, als ob hier Platz für mich wäre.
Es scheint, als ob nicht nur die Besten etwas werden. Als ob wir keine Giftspucker, Ausbeuter, Ölverschlinger wären, schäbige Geldmenschen. Als ob wir einfach kleine Wesen wären auf der großen Welt.
Und hier zuhause.
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